Mütter und Freundschaften

Mütter und Freundschaften

 

Rivalität unter Mütter ist nichts neues und dazu gibt es so viele Beiträge. Ich erzähle hier nichts, was ihr nicht schon wisst. Ich möchte mit dem Beitrag einfach mal Luft ablassen. Einige von euch kennen meinen allerersten Blogbeitrag. Es ging darum, die feindseligen Gedanken unter Mütter abzulegen. Als ich diese Zeilen schrieb, schien mir dieses Umdenken irgendwie einfach. Doch die Realität schaut anders aus. Man (Frau) gibt sich Mühe, möchte niemanden verurteilen und doch kommt es immer und immer wieder hoch. 

 

Mit solchen negativen Gedanken für andere Mütter, ist es nicht gerade leicht Freundschaften zu schließen. Früher Bzw. als ich noch kinderlos war, kam mir das ganze irgendwie einfacher vor. Man hat sich verstanden und gut war. Nun versteht man sich eig. aber irgendwie passt es dann doch nicht ganz. Es scheitert meistens an Rivalität oder an Erziehungs- Streitigkeiten. Dazu habe ich meine liebe Freundin Jasmin befragt und sie sagte etwas zutreffendes:

 

"Die Spanne bei Kind-Freundschaften bewegt sich nunmal von: "Um Himmelswillen was ist das bitte für eine Familie" bis hin zu "die passen zu uns". Ich denke, dass es vorallem keine tiefgreifenden Freundschaften werden können, wenn eigene Grundsätze die für einen selbst unumgänglich sind, einfach nicht passen.

 

Es gibt Freundschaften, da fällt es mir persönlich einfach über Sachen hinwegzusehen, die ich so nicht machen würde. Dennoch rege ich mich teilweise danach auf, weil ich es einfach nicht verstehen kann. Da ich es

nunmal anders mache/sehe. Ich habe die Kommunikation im 1 Jahr gehasst. Da ging es ja eher darum, wer schon krabbelt, sich hochzieht usw. Dinge mit denen man Eltern unter Druck setzt, wenn das Kind es nunmal gerade noch nicht macht. Wir setzen andere Prioritäten, wir ändern Sichtweisen, wir werden zum Muttertier, dass die eigene kleine Familie "beschützt". Der Mittelpunkt unseres Lebens verschiebt sich."

 

Veränderungen 

 

Die Schwangerschaft und Mutterschaft verändern einen sehr - man (Frau) hat nun andere Interessen und evtl. andere Sichtweisen entwickelt. So können bestehende oder neue Freundschaften allein durch Unstimmigkeiten bei Erziehungs- Fragen scheitern.

 

Genau das ist mir auch passiert. Anfangs ging ich einfach davon aus, dass die anderen alles falsch machen und ich es richtig mache (was natürlich überheblich war). Und viele Mütter denken ganz sicher genauso über mich. Das ist das Problem. Man möchte es nicht, aber so sieht die Realität aus. Ich habe wirklich viel Verständnis für andere Mütter. Dennoch merke ich immer wieder, wie sehr die Sichtweise oder die Art der anderen Mütter mir auf die nicht vorhandenen Nüsse gehen. Und ich bin mir sicher, dass es denen genauso mit mir ergeht. 

 

Die meisten meiner ursprünglichen Freunde sind noch kinderlos. Daher sind die Mutter-Freundschaften erst nach und nach entstanden. Einige dieser Freundschaften habe ich sogar über Instagram dazu gewonnen und einige über verschiedene Kurse. 

 

Oft habe ich mich gefragt ob ich diese "sozialen Kontakte" wirklich benötige, immerhin ist das alles sowieso oberflächlich. Ich kenne die meisten nicht wirklich und sie mich ebenfalls nicht. Sie sind wie Nachbarn - sie kennen das nötigste, aber nicht mein Leben und vor allem nicht MICH. Wozu sollte man (Frau) sich also öffnen? - fragte ich mich des Öfteren. Darauf habe ich noch keine passende Antwort. Ihr etwa?

 

 

 

Die Erkenntnis 

 

Ich dachte in der Schwangerschaft immer, dass es sicher nur vereinzelt vorkommt, dass die Mütter sich nicht verstehen. Nun weiß ich, dass es kein Mythos ist. So langsam habe ich auch die Vermutung, dass die meisten Frauen sich in der Regel nicht mehr riechen können, sobald sie geworfen haben. #neinfürdieseausdrucksweisewerdeichmichnichtentschuldigen

 

Man kann lange nach passenden Antworten suchen, doch im Endeffekt entscheidet jeder selbst, wen man in sein Leben lässt. Einige brauchen viele Freundschaften, einige finden es eher anstrengend so viele zu haben. Ich gehöre eher zur letzteren Sorte.  

 

Ich persönlich finde, dass man als Mutter genug mit seinen eigenen Sachen zu tun hat, da muss man sich nicht wöchentlich mit anderen Mütter treffen. Seien wir Mal ehrlich, worüber unterhalten sich Mütter? Es geht meistens nur um die Entwicklung/Erziehung, die Partnerschaft und die anderen.... ja genau - Lästertratsch.

 

Auch ich habe mich über gewisse Personen aufgeregt und es einer anderen Person erzählt. Man kann nicht jeden mögen oder sich mit allen verstehen. Ich habe nun gemerkt, dass das auch mal in die Hose gehen kann... z. B. wenn man sich mit besagter, vertrauter Person nicht mehr versteht. Was geschieht dann mit den Infos? Was geschieht dann mit der Lästerei? Die Person hat ja keinen Anlass mehr die Infos für sich zu behalten. 

Auch ich habe mir viel Lästerer angehört und mitgeredet. Meistens behalte ich auch Chat-Verläufe, sodass ich theoretisch jemandem schaden könnte, wenn ich es wollte. Tue ich natürlich nicht! Wieso? Weil ich meinen eigenen Kram habe. Wobei einige denken, dass sich MEIN Leben nur um das ihres drehen würde. Das ausplaudern von Information über andere, würde nur eine Reihe von Kettenreaktionen auslösen. Dafür ist meine Zeit zu schade.

 

Man (Frau) kann nicht von jedem gemocht werden, damit muss man leben. Und genau darum geht es. Das eigene Leben! Lebt es, ohne euch Gedanken über das der anderen zu machen. Am Ende des Tages zählt nur die eigene Familie und die Zeit mit unseren Kindern - sie ist so kostbar!